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WILD THING!

WILD THING!

Dass schon lange kein Restaurant-Tipp auf der Suited & Booted Seite zu finden war, lag nicht daran, dass ich schon lange nicht mehr Essen war, sondern, dass es einfach etwas zu wenig speziell war – oder dass ich vor lauter sehr gut Essen vergessen habe, etwas zu notieren oder zu fotografieren (so geschehen z.B. im Restaurant Camino; danke Sarah und Lukas für den Abend bei Euch – auch für den „kurzen“ Ausritt ins Zürcher Clubgeschehen im Anschluss – eifach das mit de Clubs isch halt ebe nüme wie früener ;o)..

Gerade neulich bin ich dann doch wieder einmal sehr positiv überrascht worden. Wir waren im Restaurant Morgarten, direkt am Hallwylplatz. Einer der ersten Abende, an dem Wild serviert wurde – und das war also gar nicht so wild, also ich meine auf dem Teller schon, aber nicht im Service. Alles sehr ruhig, professionell, gekonnt und sympathisch, was da die motivierte Servicecrew zeigt.

Und was aus der Küche kommt, ist einfach erste Sahne. Gegessen: Schwarzwurzelsuppe mit Kakao und Haselnüssen (wow!), wilder Salat mit Rosenkohl, Chicorée und Lavendel-Honig-Dressing (die Dressing ist der Hammer), geschmorte Wildschweinhaxe mit Kaffeesauce (ist nur so vom Knochen gefallen, mir kommen jetzt noch fast die Tränen vor Freude, wenn ich daran denke) und Wild-Hacktätschli. Serviert nicht einfach mit banalen Spätzli, sondern mit gebackenem Kürbis mit Ziegenfrischkäse und Balsmico und Süsskartoffelstampf mit Vanille und Chili – ohne Worte.. Getrunken: Rossobastardo! Wild Thing!

KLEINE KOCHBUCH KRITIK

KLEINE KOCHBUCH KRITIK

Ich liebe Kochbücher – ich habe einige zu Hause und lasse mich von diesen gerne zu neuen Kreationen inspirieren. Man weiss, Kochbücher, Kochshows und alles was im entferntesten mit Kochen zu tun hat, interessiert und manch einer avanciert zu Hause mit Gästen zum Meisterkoch. Ich habe schon erlebt, dass einer drei Tage vor der privaten Einladung begonnen hat, die Knochen für die Sauce im Ofen zu rösten – das nenne ich noch vollen Einsatz.

Ich geb’s zu, ich halte mich nie (ausser bei den Desserts) an die Rezepte in den Kochbüchern. Aber was passiert, wenn man das für einmal genau macht? Es geht los, indem man die speziellen Zutaten in acht verschiedenen Geschäften einkaufen muss; was bereits einen geschlagenen Vormittag in Anspruch nimmt. Anschliessend beginnt man mit den Vorbereitungen. Im besagten Falle waren es nochmals drei Stunden Vorbereitung. Höchste Zeit für einen dritten Apero bevor die Gäste eintreffen. Und zu guter Letzt sieht das Ganze dann auf dem Teller immer total anders aus als auf dem wunderschönen Bild. Leider sind die Vorgänge oft etwas vage beschrieben, so dass man auch als ambitionierter Amateur gerne mal ins Straucheln kommt. Ein genaues Timing – wann beginnt man mit was, damit zum Schluss alles gleichzeitig fertig ist – würde sicher helfen. Und im gekochten Menu war noch jedes Gericht mit einer süssen Komponente versehen – die aus meiner persönlichen Sicht eher gewöhnungsbedürftig war.

Tipp: Einfach vom Buch inspirieren lassen und nicht haargenau alles so machen. Kochen ist auch Probieren, Inspiration und viel Gefühl. Sich gewisse Kombinationen im Kopf versuchen vorzustellen. Passt z.B. Lachs mit Mango? Ähh nein. Also dann lieber den Lachs durch ein Maispoulardenbrüstchen ersetzen. Öpe so.

Und nun erzähle ich den Abend mit Freunden aus meiner Perspektive (ich war ja Gast): Fast rechtzeitig angekommen, Apero, ein super lustiger Abend mit guten Freunden, viel Zeit in der Küche, (zu) viel getrunken und einfach den Abend in vollen Zügen genossen.. und mich mit dem Hund des Hauses angefreundet (alle die mich kennen, wissen, dass das ein Ding der Unmöglichkeit ist).. Was gibt es Schöneres!?

Fotos by Tobias Stahel.

Ausprobiert am Kochbuch von Nadja Damaso, erfolgreiche und ambitionierte Kochbuchautorin und Food-Bloggerin.

 

Basta!

Hinter den sieben Bergen

Short Trip ins Ticino, die Stationen: Hafenrestaurant Zug, wunderschön am Morgen. Hotel Montana Luzern, unbedingt die neue Terrasse besuchen, die neue Küche mit Chef’s Table ist cool. Luz Seebistro Luzern, schön, wenn’s nicht zu regnen angefangen hätte. Seven Easy Ascona, Pizza picante. Seven Lugano, der Club ist hammermässig eingerichtet. Unbedingt besuchen, Gabbani, super Konzept, perfekt umgesetzt und es riecht irgendwie himmlisch. Dann Lunch im La Cucina di Alice, Tagliatelle fatte in casa con funghi porcini, Merlot bianco. E basta.