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STRIPTEASE

ETWAS PLANLOS & OHNE ZUSATZSTOFFE

Heute war das Suited & Booted Team wieder einmal mit der Vespa unterwegs, um ein neues Lokal zu begutachten. Stripped Pizza an der Seefeldstrasse 188. Stripped hier im Sinne von ohne künstliche Zusatzstoffe, also freigemacht von allem, was nicht gesund ist. Dieser Grundsatz ist spannend und entspricht auch den aktuellen Trends. Vorgefunden haben wir einen Betrieb, der ebenfalls ziemlich frei jeglicher Planung und Organisation war. Von den 15 Personen, welche mit uns am Anstehen waren, hat genau keiner begriffen, wo man bestellt, abholt und bezahlt. Das als Hilfe gedachte laminierte A4-Blatt mit dem erklärten Ablauf war leider spiegelverkehrt aufgezeichnet. Die sechs Mitarbeiter haben jeglichen Blickkontakt gemieden, da sie wahrscheinlich selber mit dem „System“ nicht zugange kommen. Ein gutes Beispiel, das zeigt, dass auch das trendigste Konzept an bester Lage nur dann zum Fliegen kommt, wenn im Vorfeld die Abläufe durchdacht und minutiös geplant werden. Das Lokal ist übrigens schön eingerichtet und sehr gut beleuchtet. Im Wissen, dass alles immer nur eine Momentaufnahme ist, sind wir gegangen und haben beschlossen, dem Stripped Pizza zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Chance zu geben…

  • GEHEIMTIPP

    Kurz & Bündig: Was Markus Burkhard in der Küche mit seinem Team zaubert und wie Flavia Hiestand professionell und auf Augenhöhe die Gäste verwöhnt, ist auf jeden Fall einen Ausflug nach Rapperswil wert. Ein paar Impressionen…no more questions!

    BAKER VS BANKER & EIN KROKODIL

    BAKER VS BANKER & EIN KROKODIL

    Jetzt mal Hand hoch! Wer war gestern nicht an der Opening Sause vom Baker vs Banker? Wenn sich das who is who des Zürcher Gastrokneuels zusammentut und einlädt, dann kommen sie alle – und der Erfolg ist in dieser Konstellation, mit dem Konzept und an dem Platz fast garantiert. In der Kombi von Bar, Backstube, feinem Kaffee, guter Küche, Drinks, Kulturbühne und mit Terrasse im Sommer hat das Baker vs Banker gute Chancen meine neue Stammkneipe zu werden. Gratulation den Machern! Leider hab‘ ich’s nicht so mit essen an solchen Anlässen, deswegen kurz einmal um die Ecke ins Krokodil – das hier endlich auch mal seinen wohlverdienten Platz im Blog erhält. Kurzbericht: Apero Gin Mare mit Gents – Hans Georg Hildebrandt, der Gründer von Gents sass übrigens am Nebentisch und hat sich gefreut. Vorspeise: Spicy Rindstatar mit geräuchter Burrata – grosses Kino! Nachher: Rindfleischravioli mit Salbei – einfach, genial. Und was besonders zu erwähnen ist. Der Service von der sympathischen jungen Lady aus Südafrika sehr charmant. Und noch was: Endlich ein Lokal, das es schafft die Musik etwas lauter zu stellen und das Licht anständig zu dimmen. Daumen hoch! Mehr davon! Sind dann noch „schnell“ zurück an die Baker Sause – no more details..

     

     

    un pò di più

    UN PÒ DI PIÙ

    Sì, es darf ein bisschen mehr sein, beim neusten Wurf von Rudi Bindella Junior. Die Italianità wird gelebt wie eh und je in allen Bindella Läden. Das più in der neuen Sihlpost ist aber durchaus anders. Ein Mix aus klassischem Set-Up mit Tischen, ergänzt mit einem Take-Out – passt zur sich ständig weiterentwickelnden Europaallee. Die Innenarchitektur vom gleichen Architekten, welcher auch das angesagte Trend-Lokal von Christian Bindella in Tel Aviv gemacht hat. Helle, hohe Räume, grossartig inszeniert, speziell wenn mittags die Sonne herein schaut und super Stühle. I like! Aber von der Architektur allein hat man nicht gegessen – deswegen bin ich nach dem Opening auch zweimal essen gegangen. Einmal Sit-Down Lunch mit Vorspeisen wie Carpaccio, erfrischendem Pulpo, un sogno! Hauptgänge wie mezze maniche (halbe Rigatoni) bolognese, einfach gut! Dazu ein Glas Aglianico di Mastroberardino. Beim zweiten Besuch leider spontan kein freier Tisch am Mittag – und so im Take-Out gelandet. Pizza, Focaccia, tutto fresco e picobello! Und molto speciale ist der unkomplizierte und natürlich-freundliche Servizio. Daumen hoch!

    PS: über den Jahreswechsel gibt’s demnächst meine persönlichen Lieblingslokale aus verschiedenen Gastro-Kategorien. Also dranbleiben.

     

     

    DIE ARTISANEN.

    DIE ARTISANEN

    Herrlicher Winterabend, Start mit Glühwein am Zürcher Weihnachtsmarkt. Dann ab durchs Dörfli, kurz die neue Spaghetti Factory bestaunen und schon mal vormerken. Mit dem 46er Bus vom HB genau vor die Tür des The Artisan. Viel Gutes gehört, entsprechend hoch die Erwartung. Ist liebevoll eingerichtet, gemütlich, schöne Tische; die haben buchstäblich den Garten ins Lokal geholt. Die Gastgeber sind, was das Wort verspricht: Gian Luca Tribò an der Front und Marc Thommen in der Küche, eine äusserst gelungene Kombi zweier leidenschaftlich ambitionierter Gastronomen.

    Gespeist: Flammkuchen mit geräuchertem Saibling und Avocado, sensationeller Einstieg, begleitet von Cava Recaredo. Jetzt Menu „sharing is caring“. Als Starter ein Salat, der seinem Namen alle Ehre macht, frisch, knackig, spannend. Danach Chicken Wings mit Vinaigrette, pikant kandierter Bierspeck, hausgemachte Kichererbsen-Amaranth-Falafel, hammermässig präsentiert. Als Hauptgang Schweinebauch, serviert mit gedämpften Buns und diversen Beilagen, schlicht geil. Ein Dessert noch, Bread & Butterpudding, perfekt! Getrunken einen Zweigelt von Sepp Muster und einen Occhipinti. Die Bierkarte nehme ich mir das nächste Mal vor, denn: The Artisan ist wirklich empfehlenswert!

     

    Potz Tüüfel!

    Devil’s Place, Zürich

    Vorweg: Ich war nie ein Whiskey-Aficionado! Und zu persönlich sollte der Blog auch nicht werden – aber mich hat es so was von flachgelegt die letzten zwei Tage! Hier der Tipp, unabhängig erteilt von zwei Ladies: „Nimm en heisse Whiskey mit Zitrone!“ Gesagt, getan. Nach drei heissen Whiskeys habe ich dann herrlich geschlafen. Der Tag danach war keineswegs besser, ich habe ihn durchgestanden und mich ab 15h gefragt, ob das Opening des neuen „Devil’s Place“ im Quaglinos eine gute Idee sei? Zu viel überlegen ist nicht gut, also hin! Auf dem Weg kurz durchs Weihnachtsdorf geschlendert, einen Mohrenkopf gegessen, in Kutis Wanner-Bar den legendären Wannerkaffee geschlürft und rein ins Vergnügen. Eine Whiskey-Bar? Nein, DIE Whiskey-Bar von Zürich. Den neuen Whiskey-Place-to-be im Seefeld kann ich nur empfehlen. Gemütlich, schönes Licht, sorgfältige Whiskey-Auswahl; supported vom legendären Waldhaus St. Moritz! My Favorites: Glenlivet 1974 und Octomore Island 6.3. Der Winter kann kommen, krank bin ich nicht mehr.