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Suited & Booted City Guide „Rotterdam“

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    #suitntour (1)

    Wir von Suited & Booted tun alles für den perfekten Auftritt. Hier für unsere Kunden unterwegs an der Internorga in Hamburg. Ein Klick für das Mini-Movie. Stay tuned.. hier auf der Website, auf Facebook Suited&Booted oder auf Instagram @suited.ch!

     

    NICHTS FÜR GROBIANE

    NICHTS FÜR GROBIANE

    Das Restaurant mesa an der Weinbergstrasse war schon die Spielwiese von ein paar ganz grossen Köchen wie Marcus G. Lindner oder anschliessend Antonio Colaianni. Seit nun einem Jahr wirkt dort Marcel Schmitutz als Küchenchef. Und es scheint, als habe er die grossen Fussstapfen ganz und gar gemieden und seinen eigenen Weg gefunden. Mit viel Fingerspitzengefühl schwingt er eine ganz feine Klinge, alles schwebt irgendwie angenehm leicht über dem Teller – ist aber nie abgehoben. Schmitutz’s Küche ist zu empfehlen für alle Feingeister unter den Geniessern – und ist definitiv nichts für Grobiane.

    Gegessen: Rande mit Ziegenfrischkäse, Graved Eismeersaibling mit Joghurt und Romanesco, hausgemachte Agnolotti, Jakobsmuscheln mit Krustentierfond, steirisches Reh (Rücken und Schlegel) und natürlich die legendären Süssspeisen, die bei Marcel Schmitutz eben zum Glück gar nicht so süss sind: Canoli mit Ricotta und Cassis und Zitronentarte mit Shortbread und Grapefruit.

    Getrunken: Champagne Blanc de Craie (Henry Giraud), Friulano Filip 2008 (Miani), Castello Luigi Bianco 2005 (Luigi Zanini), Paleo 2004 (Le Macchiole).

    PS: thx to Tobias Stahel for the handy-pics!

    WILD THING!

    WILD THING!

    Dass schon lange kein Restaurant-Tipp auf der Suited & Booted Seite zu finden war, lag nicht daran, dass ich schon lange nicht mehr Essen war, sondern, dass es einfach etwas zu wenig speziell war – oder dass ich vor lauter sehr gut Essen vergessen habe, etwas zu notieren oder zu fotografieren (so geschehen z.B. im Restaurant Camino; danke Sarah und Lukas für den Abend bei Euch – auch für den „kurzen“ Ausritt ins Zürcher Clubgeschehen im Anschluss – eifach das mit de Clubs isch halt ebe nüme wie früener ;o)..

    Gerade neulich bin ich dann doch wieder einmal sehr positiv überrascht worden. Wir waren im Restaurant Morgarten, direkt am Hallwylplatz. Einer der ersten Abende, an dem Wild serviert wurde – und das war also gar nicht so wild, also ich meine auf dem Teller schon, aber nicht im Service. Alles sehr ruhig, professionell, gekonnt und sympathisch, was da die motivierte Servicecrew zeigt.

    Und was aus der Küche kommt, ist einfach erste Sahne. Gegessen: Schwarzwurzelsuppe mit Kakao und Haselnüssen (wow!), wilder Salat mit Rosenkohl, Chicorée und Lavendel-Honig-Dressing (die Dressing ist der Hammer), geschmorte Wildschweinhaxe mit Kaffeesauce (ist nur so vom Knochen gefallen, mir kommen jetzt noch fast die Tränen vor Freude, wenn ich daran denke) und Wild-Hacktätschli. Serviert nicht einfach mit banalen Spätzli, sondern mit gebackenem Kürbis mit Ziegenfrischkäse und Balsmico und Süsskartoffelstampf mit Vanille und Chili – ohne Worte.. Getrunken: Rossobastardo! Wild Thing!

    CI VEDIAMO!

    Keine Ahnung woher der Name „Gustav“ kommt – heisst der Besitzer Gustav? Kommt es von Gusto? Muss ich mir bei Gelegenheit erklären lassen. Falls es von Gusto kommt, macht es seinem Namen mehr als alle Ehre. Das Lokal direkt an der Europaallee lässt keine Wünsch offen. Fact ist: Antonio Colaianni schafft es auch hier, vermeintlich einfachen Gerichten seinen feinen mediterranen Touch zu geben, der das Gericht mit Kreativität und viel Geschmackssicherheit zum Gedicht werden lässt. Mediterran auf einem Level, das in Zürich seines Gleichen sucht. Ich lasse ausnahmsweise mal die Bilder sprechen und gebe meine Empfehlung für ein outstandig, but always „bodenstanding“ Lunch oder Dinner im Gustav. Danke Antonio und Team!

    STRIPTEASE

    ETWAS PLANLOS & OHNE ZUSATZSTOFFE

    Heute war das Suited & Booted Team wieder einmal mit der Vespa unterwegs, um ein neues Lokal zu begutachten. Stripped Pizza an der Seefeldstrasse 188. Stripped hier im Sinne von ohne künstliche Zusatzstoffe, also freigemacht von allem, was nicht gesund ist. Dieser Grundsatz ist spannend und entspricht auch den aktuellen Trends. Vorgefunden haben wir einen Betrieb, der ebenfalls ziemlich frei jeglicher Planung und Organisation war. Von den 15 Personen, welche mit uns am Anstehen waren, hat genau keiner begriffen, wo man bestellt, abholt und bezahlt. Das als Hilfe gedachte laminierte A4-Blatt mit dem erklärten Ablauf war leider spiegelverkehrt aufgezeichnet. Die sechs Mitarbeiter haben jeglichen Blickkontakt gemieden, da sie wahrscheinlich selber mit dem „System“ nicht zugange kommen. Ein gutes Beispiel, das zeigt, dass auch das trendigste Konzept an bester Lage nur dann zum Fliegen kommt, wenn im Vorfeld die Abläufe durchdacht und minutiös geplant werden. Das Lokal ist übrigens schön eingerichtet und sehr gut beleuchtet. Im Wissen, dass alles immer nur eine Momentaufnahme ist, sind wir gegangen und haben beschlossen, dem Stripped Pizza zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Chance zu geben…

  • GEHEIMTIPP

    Kurz & Bündig: Was Markus Burkhard in der Küche mit seinem Team zaubert und wie Flavia Hiestand professionell und auf Augenhöhe die Gäste verwöhnt, ist auf jeden Fall einen Ausflug nach Rapperswil wert. Ein paar Impressionen…no more questions!

    KLEINE KOCHBUCH KRITIK

    KLEINE KOCHBUCH KRITIK

    Ich liebe Kochbücher – ich habe einige zu Hause und lasse mich von diesen gerne zu neuen Kreationen inspirieren. Man weiss, Kochbücher, Kochshows und alles was im entferntesten mit Kochen zu tun hat, interessiert und manch einer avanciert zu Hause mit Gästen zum Meisterkoch. Ich habe schon erlebt, dass einer drei Tage vor der privaten Einladung begonnen hat, die Knochen für die Sauce im Ofen zu rösten – das nenne ich noch vollen Einsatz.

    Ich geb’s zu, ich halte mich nie (ausser bei den Desserts) an die Rezepte in den Kochbüchern. Aber was passiert, wenn man das für einmal genau macht? Es geht los, indem man die speziellen Zutaten in acht verschiedenen Geschäften einkaufen muss; was bereits einen geschlagenen Vormittag in Anspruch nimmt. Anschliessend beginnt man mit den Vorbereitungen. Im besagten Falle waren es nochmals drei Stunden Vorbereitung. Höchste Zeit für einen dritten Apero bevor die Gäste eintreffen. Und zu guter Letzt sieht das Ganze dann auf dem Teller immer total anders aus als auf dem wunderschönen Bild. Leider sind die Vorgänge oft etwas vage beschrieben, so dass man auch als ambitionierter Amateur gerne mal ins Straucheln kommt. Ein genaues Timing – wann beginnt man mit was, damit zum Schluss alles gleichzeitig fertig ist – würde sicher helfen. Und im gekochten Menu war noch jedes Gericht mit einer süssen Komponente versehen – die aus meiner persönlichen Sicht eher gewöhnungsbedürftig war.

    Tipp: Einfach vom Buch inspirieren lassen und nicht haargenau alles so machen. Kochen ist auch Probieren, Inspiration und viel Gefühl. Sich gewisse Kombinationen im Kopf versuchen vorzustellen. Passt z.B. Lachs mit Mango? Ähh nein. Also dann lieber den Lachs durch ein Maispoulardenbrüstchen ersetzen. Öpe so.

    Und nun erzähle ich den Abend mit Freunden aus meiner Perspektive (ich war ja Gast): Fast rechtzeitig angekommen, Apero, ein super lustiger Abend mit guten Freunden, viel Zeit in der Küche, (zu) viel getrunken und einfach den Abend in vollen Zügen genossen.. und mich mit dem Hund des Hauses angefreundet (alle die mich kennen, wissen, dass das ein Ding der Unmöglichkeit ist).. Was gibt es Schöneres!?

    Fotos by Tobias Stahel.

    Ausprobiert am Kochbuch von Nadja Damaso, erfolgreiche und ambitionierte Kochbuchautorin und Food-Bloggerin.

     

    OHREN SPITZEN!

    Treffpunkt: Löweneck. Kennt ihr nicht? Direkt an der Löwenstrasse, vis-à-vis vom Alnatura. Getroffen haben wir uns zum Lunch-Meeting. Ja, ich weiss, die sogenannten Lunch-Meetings sind eigentlich immer mehr Lunch als Meeting, vor allem einen Tag vor einem offiziellen Feiertag. Im konkreten Fall war’s Auffahrt, was den Tag ja somit quasi zum Samstag macht… Aber lassen wir das, ich verliere mich sonst wieder in den „Dienstag ist der neue Freitag“-Themen – das habe ich ziemlich hinter mir. Neu ist Montag wieder Montag und Dienstag ist Dienstag usw. – feiern kann man trotzdem. Also wir haben uns am Mittwoch – welcher ja im besagten Falle ein Samstag war – getroffen und haben hervorragend getafelt. Was Thomas Hauser da in der Küche zaubert und mit viel Leidenschaft von Nicolas Fournier zum Gast gebracht wird, ist sehr zu empfehlen. Warum? Weil unkompliziert, trotzdem raffiniert, fundiertes Handwerk und viel Liebe zu spannenden und frischen Produkten. Gegessen? Chabis-Salat mit Kümmel, „Hachis“ – Hackfleisch mit leicht überbackenem Kartoffelpüree, Kabeljau auf Cous-Cous… alles ausserordentlich fein. Getrunken: Cava, Rotwein, Chartreuse. Der Lunch hat wie erwartet etwas länger gedauert und das Meeting beschränkte sich eher auf die kreativen Inputs… und hat Spass gemacht – auch dank meiner charmanten Begleitung. Übrigens: die Tapas abends sind der Hammer! Von Scampi in Olio über Calamaretti über Pulpo bis hin zum legendären Schweinsohr. Also Ohren gespitzt? Ab ins Löweneck.

    CAFE BOY

    ALLES ECHT.

    Alle, inklusive mir selber, jagen immer dem Neuen nach – was ist neu, was ist trendy, wer hat ein neues Lokal aufgemacht – und danach gleich wieder geschlossen? Das sind doch die spannenden Geschichten in der Gastronomie. Die Gefahr daran ist, dass man das ausser Acht lässt, was genauso wichtig – oder vielleicht aus anderer Perspektive noch wichtiger ist: Die Restaurants, die seit Jahren täglich beweisen, was Qualität heisst, echte Gastfreundschaft leben und für die Nachhaltigkeit nicht nur ein Schlagwort ist, welches zu Marketingzwecken auf die Website geschrieben wird. Ich war gestern seit langem – viel zu lange! – wieder einmal im Cafe Boy essen. Erster Tag der neuen Frühlingskarte. Gegessen: Kleines Maissüppchen, Eden-Shrimps, Bärlauchwürstli auf Risotto, Gitzi-Variation und Erdbeer-Crème-Schnitte. Alles auf den Punkt gebraten, sehr gut gewürzt – einfach fein. Getrunken: Etwas Cava und einen Negre de Negres – la Bomba. Danke Stefan und Jann, ihr macht es seit Jahren richtig. Ich komme sicher bald wieder.